Nachhaltigere SAP

Treibhausgasemissionen

Eine wichtige Voraussetzung für mehr Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen ist die Verringerung unserer Treibhausgasemissionen. Die Analyse unserer Umweltauswirkungen hat ergeben, dass wir im Bereich der Treibhausgasemissionen den größten positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Da es in einem Softwareunternehmen naturgemäß keine Fertigungsprozesse gibt, liegt unser Schwerpunkt auf den Prozessen, die für unseren Geschäftsbetrieb erforderlich sind – vom Unterhalt unserer Gebäude bis hin zu den Geschäftsreisen unserer Mitarbeiter.

Greenhouse Gas Footprint
490Tausend Tonnen

Wir sind weiter auf gutem Weg, unsere Emissionen bis 2020 auf das Niveau von 2000 zu senken.

Measure:

Quantity

per Employee

Revenue

Geography:

Global

EMEA

Americas

Asia Pacific

Emission:

Scope 1

Scope 2

Scope 3

Durch die Verringerung unseres CO2-Ausstoßes können wir nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck verbessern, sondern profitieren auch von wirtschaftlichen Vorteilen. So wurde uns im Zuge unserer Maßnahmen zur Verbesserung unserer Energieeffizienz bewusst, welche Aspekte es hierbei zu berücksichtigen gilt. Dadurch verfügen wir über eine optimale Ausgangsposition für die Entwicklung von Softwarelösungen, die unseren Kunden zu Erfolg und einem nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen verhelfen. Auf diese Weise können wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten und zugleich unsere Unternehmensziele verwirklichen. Wir standen auch vor der Herausforderung, neue Lösungsansätze für Probleme zu finden. Dies hat unsere Innovationskraft gestärkt. Wir arbeiten beispielsweise an der Entwicklung neuer Technologien, mit denen wir Beratungsleistungen per Remotezugriff erbringen können. Innovation wiederum ist die Triebkraft unseres Erfolgs und schafft wirtschaftliche Nachhaltigkeit für unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter, Investoren und andere Anspruchsgruppen. Einen wichtigen Beitrag zu diesem wirtschaftlichen Erfolg leistet die Verringerung unserer Treibhausgasemissionen, da sich auf diese Weise auch emissionsbezogene Kosten vermeiden lassen. 2011 korreliert die Verringerung unseres CO2-Ausstoßes mit der Vermeidung von Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro.

Gute Fortschritte bei der Umsetzung des Ziels für 2020

Unser langfristiges Ziel besteht darin, unsere Emissionen bis zum Jahr 2020 auf das Niveau des Jahres 2000 zu senken und zugleich die Rentabilität unseres Unternehmens sicherzustellen. 2011 haben wir gute Fortschritte gemacht und das Etappenziel für dieses Jahr erreicht.

Zugleich sahen wir uns 2011 mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Nachdem wir in den Jahren zuvor unsere Emissionen deutlich verringern konnten, wurden die Reduktionsziele für 2011 aufgrund des Wachstums des Unternehmens nicht erreicht. Durch dieses Wachstum stieg beispielsweise die Anzahl der Kundenbesuche wieder an, sodass sich unser CO2-Ausstoß gegenüber dem Jahr 2010 erhöht hat. Unser langfristiges Ziel sehen wir dadurch jedoch nicht gefährdet.

Für 2011 war eine Verringerung der Emissionen auf 500 Kilotonnen geplant; unser tatsächlicher Ausstoß betrug 490 Kilotonnen. Darin enthalten sind sämtliche Emissionen nach Scope 1 und Scope 2 sowie die indirekten Emissionen (Scope 3), die durch Geschäftsreisen und Arbeitswege der Mitarbeiter entstehen. Bei der Berechnung unserer Emissionen haben wir 2011 erstmals auch Sybase berücksichtigt. Insgesamt hat die SAP 2010 455 Kilotonnen CO2 produziert; im Jahr 2009 belief sich der Ausstoß auf 480 Kilotonnen CO2.

Die zusätzliche Berechnung unserer Emissionen pro Mitarbeiter und pro Euro Umsatz gibt uns außerdem Aufschluss darüber, wie effizient unser Emissionsmanagement auch bei einem Wachstum des Unternehmens ist. Die Berechnungen haben ergeben, dass unsere Emissionen pro Mitarbeiter 2011 um etwa 4% gestiegen und pro Euro Umsatz um 6 % gesunken sind.

Innovative Konzepte für die Umsetzung unserer Reduktionsziele und Verringerung der Emissionen nach Scope 3

Das Wachstum unseres Unternehmens bringt neue Herausforderungen mit sich, sodass wir nach neuen Lösungen suchen müssen, wie wir unsere Treibhausgasemissionen weiter verringern können. 2011 haben wir deshalb unsere Kostenkurve für die Reduzierung der CO2-Emissionen überarbeitet. Darin berücksichtigt sind nun auch Aspekte, die Projekte zur Emissionsverringerung behindern – beispielsweise die mangelnde Bereitschaft, häufiger auf das Auto zu verzichten (siehe den Bericht zur Kostenkurve).

Deutliche Verbesserungen haben wir außerdem bei der Berechnung unserer indirekten Emissionen (Scope 3) erzielt, die auf dem neuen GHG-Protokoll für Emissionen nach Scope 3 des World Resources Institute basiert. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht nur mit den Abläufen in unserem Unternehmen Treibhausgase produzieren, sondern auch durch den Kauf von Waren und Dienstleistungen, durch die Herstellung von Hardware und anderen Produkten für unser Unternehmen, durch den Betrieb unserer Software bei den Kunden und andere indirekte Quellen. 2011 haben wir deshalb damit begonnen, auch unsere indirekten Emissionen genauer zu berechnen.

In die Berechnung mit eingeflossen sind Emissionen, die durch die von uns gekauften Waren und Dienstleistungen entstehen (beispielsweise die Lebensmittel in unserer Kantine und durch Abfall produzierte Emissionen). Wir haben außerdem berechnet, welche Emissionen durch den Betrieb unserer Software bei unseren Kunden entstehen. Dadurch haben wir neue Erkenntnisse gewonnen, wie wir einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten können – indem wir beispielsweise nicht nur einen energieeffizienten Betrieb unserer Software, sondern auch der dafür benötigten Hardware und Infrastruktur ermöglichen. Gemeinsam mit unseren Kunden und Hardwareanbietern entwickeln wir deshalb neue Ideen, mit denen sich das Konzept der „Green IT“ realisieren lässt. (Weitere Einzelheiten zu unserer Strategie im Bereich „Green IT“ finden sich unter Energieverbrauch in Rechenzentren.)

Mit diesem Bericht legen wir erstmals einen Teil der Ergebnisse offen, die diese erweiterte Berechnung unserer indirekten Emissionen ergeben haben. Die Daten geben genaueren Aufschluss über unseren ökologischen Fußabdruck und können hier abgerufen werden.

Im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen des Pilotprojekts „Future Fleet“ den Einsatz von Elektroautos in unserem Fuhrpark erprobt. Dabei wurde auch ein Prototyp für eine Software zur intelligenten Verwaltung von Elektroautos in Unternehmen entwickelt. Wir möchten die Erfahrungen aus diesem Projekt nutzen und Elektroautos dauerhaft zu einem festen Bestandteil unseres Fuhrparks machen.

Wir haben außerdem die Voraussetzungen für zukünftige Projekte zur Emissionsverringerung geschaffen, beispielsweise für „intelligente“ Gebäude, die auf Schwankungen des Energiebedarfs reagieren können. Wir werden auch weiterhin in die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien investieren. Des Weiteren untersuchen wir, wie sich Investitionen ermitteln lassen, mit denen wir unsere Emissionen langfristig reduzieren können. (Weitere Einzelheiten zu diesen Initiativen finden sich unter Energieverbrauch.)

Ausblick: Geplante Maßnahmen zur Umsetzung unserer langfristigen Ziele

Unser geschäftliches Wachstum wird uns auch weiterhin vor Herausforderungen stellen. Wir fühlen uns deshalb verpflichtet, unserer erfolgreichen geschäftlichen Bilanz auch eine erfolgreiche ökologische Bilanz entgegenzusetzen. Ein Schwerpunkt in diesem Zusammenhang ist die Anzahl der Geschäftsflüge, die 2011 zugenommen und in erheblichem Umfang zum Anstieg unserer Treibhausgasemissionen beigetragen hat. Auch im Hinblick auf die Energieeffizienz unserer Gebäude müssen neue Ansätze gefunden werden. Da die entsprechenden Maßnahmen und Projekte komplex sind, werden sich die positiven Auswirkungen möglicherweise erst in einigen Jahren zeigen. In vielen Fällen werden wir Neuland betreten und gefordert sein, völlig neue Konzepte zu entwickeln.

Unsere Schwerpunkte für das Jahr 2012 sind Geschäftsflüge, das Pendlerverhalten der Mitarbeiter, erneuerbare Energien und Projekte in unseren Rechenzentren. Unter anderem investieren wir in Technologien, mit denen wir die Anzahl der Geschäftsflüge verringern können. Beispiele hierfür sind Telepresence, das Zusammenspiel von Telepresence mit herkömmlichen Videokonferenzen, Plattformen für Online-Besprechungen und Webcams.

Ein weiterer Schwerpunkt sind mobile Lösungen, die den Mitarbeitern Möglichkeiten für das Bilden von Fahrgemeinschaften aufzeigen. Wir möchten außerdem die Emissionen verringern, die durch unsere Firmenwagen entstehen. Zu diesem Zweck soll die Zahl der Elektroautos in unserem Fuhrpark erhöht werden, um den Schadstoffausstoß unserer Firmenwagen zu verringern. Nach Möglichkeit sollen auch attraktive Alternativen zur Nutzung von Pkws für den Arbeitsweg geschaffen werden, beispielsweise in Form von Zuschüssen zu Monatskarten für den öffentlichen Nahverkehr.

Derzeit gehen wir davon aus, dass wir 2012 keine CO2-Zertifikate erwerben müssen, um unsere Reduktionsziele zu erreichen. Sollte ein solcher Emissionsausgleich dennoch erforderlich sein, wird dieser gemäß unseren Richtlinien ausschließlich für Emissionen nach Scope 3 erfolgen und strenge Qualitätsstandards voraussetzen.

Wir werden uns den Herausforderungen stellen, die sich bei der Umsetzung unserer langfristigen Reduktionsziele ergeben. Es ist unser erklärtes Ziel, nicht nur unsere Umweltbilanz zu verbessern, sondern auch die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. So können wir den Anforderungen unserer Kunden besser gerecht werden und zugleich den Wandel vorantreiben.

Weitere Informationen zu unseren Umweltdaten, siehe unsere Erläuterungen zu den Berichtsdaten.


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